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Orte der Demokratie - die Idee dahinter

Orte der Demokratie sind Orte für alle. Hier treffen sich Menschen, um ihren Ort auszubauen, zu renovieren und zu verschönern. Nicht eine kleine Gruppe von Menschen entscheidet, was gut für eine Gemeinschaft ist. Bei der Gestaltung des Spielplatzes sprechen nicht nur die Kinder aus dem Kindergarten mit, sondern auch die Oma aus dem benachbarten Altersheim. Der Spielplatz im Ort wird so nicht nur schöner, sondern wird stärker angenommen, weil alle an der Entscheidung über die Gestaltung mitgewirkt haben. Denn wenn über die Gestaltung des Spielplatzes gemeinschaftlich entschieden wird und auch schwierigere Anliegen demokratisch ausgehandelt werden, tragen diese gemeinsam getroffenen Entscheidungen zu einer besseren Atmosphäre bei.

Orte gemeinwohlorientiert entwickeln

© SMJusDEG

Aktuell ist zu beobachten, dass verschiedene Lebenswelten scheinbar nicht mehr zuammenkommen. Man findet leicht Gleichgesinnte auf der ganzen Welt. Doch mit unseren Nachbar:innen im Ort, die nicht unsere Einstellungen und Meinungen teilen, fällt es uns oft schwer, Gemeinsamkeiten zu finden. Andere Einstellungen und Meinungen auszuschließen, schränkt jedoch den demokratischen Diskurs ein. Deshalb braucht es Orte, an denen sich Menschen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen treffen. Diese Räume müssen nicht nur baulich auf einem festen Fundament stehen, sondern auch ideell auf den folgenden vier Säulen:

  1. Toleranz: Wir lassen Pluralität zu.
  2. Gleichheit: Jede Stimme zählt gleichwertig.
  3. Freiheit: Jede Person kann mitgestalten.
  4. Solidarität: Wir sind bereit, uns gegenseitig zu helfen.

Räume für demokratische Aushandlungsprozesse schaffen

© SMJusDEG

Meist mangelt es aber genau an diesen Räumen - gerade in kleineren Städten -, wo sich alle treffen können, um gemeinsam Antworten auf ihre Fragen und Lösungen für ihre Anliegen zu finden.  

Das Förderprogramm Orte der Demokratie unterstützt Projekte, die einen solchen Raum aufbauen möchten. Räume, in denen demokratische Prinzipien gelebt werden und sich unterschiedliche Zielgruppen vernetzen. Dabei sollen die Türen für Initiativen geöffnet werden, die ein gesellschaftlich relevantes Problem vor Ort lösen wollen. Diese werden durch das geförderte Projekt begleitet, beraten und unterstützt. Das geförderte Projekt agiert dabei wie ein:e Architekt:in, der/die nach Zielen fragt, alle Beteiligten zusammenbringt und vernetzt, um gemeinsam den Prozess zu modellieren.

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