»voll politisch« Kurzfilmtour 2026
Sie sind herzlich eingeladen!
Bereits zum vierten Mal tourt die »voll politisch« Kurzfilmtour - eine Kooperation des Filmfestes Dresden und des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt - durch Sachsen, vornehmlich im ländlichen Raum und mit dem Ziel, über gesellschaftliche Konflikte, politische Entwicklungen und Fragen des Miteinanders ins Gespräch zu kommen.
Gezeigt werden an zehn Standorten preisgekrönte internationale Highlights und eindrucksvolle regionale Produktionen, die berühren, begeistern und zum Austausch anregen. Im Anschluss an das Filmprogramm findet eine Diskussionsrunde zu den Filmen statt - an ausgewählten Orten auch mit einzelnen Filmschaffenden.
Ein besonderes Highlight in diesem Jahr: Beim Tourstopp in Leipzig am 22.09.2026 wird Staatsministerin Petra Köpping anwesend sein.
Auch bei der diesjährigen Tour ist es wieder gelungen, Filme auszuwählen, die pointiert, emotionsgeladen und bisweilen schmerzhaft, gesellschaftlich relevante Themen verhandeln und uns einladen, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
Staatsministerin Petra Köpping
Eintritt frei - Spenden willkommen
Alle Filme werden auf Deutsch oder mit deutschen Untertiteln gezeigt.
- 28.08. Riesa – 19 Uhr / Elbland Kunsthalle
- 01.09. Großenhain – 19 Uhr / Soziokulturelles Zentrum Alberttreff *in Kooperation mit dem Freundeskreis für Demokratie
- 22.09. Leipzig – 18:30 Uhr / Völkerfreundschaft **in Anwesenheit der Staatsministerin Petra Köpping
- 06.10. Zwenkau – 19 Uhr / KulturKino Zwenkau
- 19.10. Freiberg – 19 Uhr / Bündnis Buntes Freiberg
- 28.10. Dresden – 19 Uhr / Thalia Kino *in Kooperation mit der Volkshochschule Dresden
- 10.11. Oschatz – 19 Uhr / Soziokulturelles Zentrum E-Werk Oschatz
- 11.11. Hoyerswerda – 17:30 Uhr / Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek
- 19.11. Mittweida – 18:30 Uhr / Hochschule Mittweida, Haus 39
- 25.11. Glauchau – 19 Uhr / Clubkino Glauchau
COLD CALL von Stefanie Schroeder (Deutschland, 2025)
Eine Künstlerin mit Schreibblockade sitzt still da – bis das Telefon klingelt. Ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter möchte Zugriff auf ihren angeblich defekten Computer. Ein Film über Herzschmerz, Leere, digitale Selbstjustiz, rassistische Stereotypen und globale Ungleichheit
PARADAÏZ von Matea Radic (Kanada, 2025)
Willkommen an einem Ort, an dem Häuser Löcher haben, Tomaten tickende Zeitbomben sind und Schnecken auf der Suche nach Sicherheit durch die Straßen wandern. Die in Sarajevo geborene Künstlerin Matea Radic nutzt Animation, Archivbilder und ihre eigenen Kindheitserinnerungen, um die Bedeutung von Heimat zu erforschen.
ABORTION PARTY von Julia Mellen (Spanien, 2025)
Nachdem sie das Geld für eine Abtreibung zusammengekratzt hat, beschließt die Regisseurin, eine Party zu feiern. Anwesend sind ihr alternder Ska-Musik-Nachbar, halb pensionierte Gangmitglieder und die allgegenwärtigen Bettwanzen.
MIT EINEM FREUNDLICHEN GRUSS von Pavel Mozhar (Deutschland, 2026)
Vergessene Dokumente in einer verlassenen Produktionsstätte. Was erzählen sie uns über die Lebensbedingungen einer Generation? Welche Bedürfnisse und Hoffnungen offenbaren sich in den Versuchen, einen Platz in der Marktwirtschaft zu finden?
THE GIFT von Lara Izagirre Garizurieta (Spanien, 2025)
Aurora, Dessi und Samara, drei Romnja, fahren in die Innenstadt von Bilbao, um ein Geburtstagsgeschenk für ihre Nichte Sarai zu kaufen.
S THE WOLF von Sameh Alaa (Frankreich, 2025)
Ein Mann erzählt von seinen haarigen Problemen während seiner Jugend – vom Friseur-Trauma über seine erste Liebe bis hin zum Verlust seiner Haare und schließlich seines Vaters. Darin zeichnet sich eine Männlichkeit ab, die sich erst noch formt.
Mit einem Besucherrekord ist die »voll politisch«-Kurzfilmtour am 1. Dezember zu Ende gegangen.
Insgesamt 232 Gäste besuchten die zehn Tourstopps – ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.
Auch diese Tour hat gezeigt, wie wirkungsvoll Kurzfilme demokratische Debatten anregen können: Im Mittelpunkt der Filmabende stand der diesjährige Gewinnerfilm des vom SMS ausgelobten »voll politisch-Kurzfilmpreises für demokratische Kultur« - »I died in Irpin« von Anastasiia Falileieva. Insgesamt wurden sechs Kurzfilme gezeigt, die in den nationalen und internationalen Wettbewerben des Filmfestes Dresden im Frühjahr dieses Jahres gezeigt wurden und u.a. auch für den »voll politisch Kurzfilmpreis für demokratische Kultur« nominiert waren. Gemeinsam mit dem Publikum, den Veranstaltern und Filmschaffenden gelang es im Nachgang der Filmvorführungen, in einen intensiven Austausch über politische Fragen unserer Zeit und lokale Perspektiven zu treten.
Während der »voll politisch« Kurzfilmtour zeigt das Sozialministerium in Kooperation mit dem Filmfest Dresden Filme, die u.a. für die Preiskategorie »voll politisch – Filmpreis für demokratische Kultur« im Rahmen des Filmfestes Dresden nominiert waren. Die Kurzfilmtour macht mehrheitlich an Veranstaltungsorten im ländlichen Raum halt und zielt darauf ab, Debatten zu relevanten politischen Themen unserer Zeit anzustoßen und so den gesellschaftlichen Diskurs zu bereichern.
Die Filme, die während der Kurzfilmtour gezeigt werden, eint der Anspruch, eine kritische und auch kontroverse Sicht auf politische Themen wiederzugeben. Gezeigt werden bewegende Geschichten, überraschende Perspektiven und eindrucksvolle Bilder.
Das Filmfest Dresden findet jährlich im Frühjahr statt. Seit 2021 wird in diesem Rahmen der »voll politisch« Kurzfilmpreis verliehen. 2025 wurde der Preis erstmals durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gestiftet.