Veranstaltungen 2021 und 2022
»Reicht es?! 10 Jahre NSU-Aufarbeitung«
Am 4. November 2021 jährte sich zum zehnten Mal die Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU). Um an die Opfer des NSU zu erinnern und dessen Aufarbeitung zu diskutieren, veranstalteten das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung und die Stadt Zwickau einen gemeinsamen Gedenk- und Bildungstag unter dem Titel »Reicht es?! – 10 Jahre NSU-Aufarbeitung« in Zwickau.
Im Workshop »Anders besser?! Konsequenzen aus dem NSU für Aus-, Fort- und Weiterbildung« diskutierten die Teilnehmenden über mögliche Lehren der bisherigen Aufarbeitung für interne Bildungsangebote und zukünftiges Verwaltungshandeln. Zur Diskussion standen auch Praktiken und Methoden, die Mitarbeitende des öffentlichen Sektors stärker für – auch verdeckte – demokratiefeindliche Prozesse sensibilisieren.
Im Workshop »Was soll‘s?! Anforderungen an ein NSU-Dokumentationszentrum« erörterten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich der öffentliche Sektor im Rahmen eines größeren Prozesses zur Entwicklung eines Dokumentationszentrums positioniert. Die Ergebnisse flossen in die Planung und Entwicklung eines NSU-Dokumentationszentrums ein, dessen Gründung im sächsischen Koalitionsvertrag (2019-2024) verankert wurde.
Im Rahmen des Gedenk- und Bildungstages überreichte Staatsministerin Katja Meier einen Fördermittelbescheid in Höhe von 95.000 Euro für die konzeptionelle Planung eines solchen Zentrums an den Verein Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Sachsen e.V.
Einen Veranstaltungsmitschnitt finden Sie auf Youtube.
»Wie weiter? Auf dem Weg zu einem Dokumentationszentrum«
Zu zwei Veranstaltungen im Rahmen der internationalen Friedenskonferenz »Build Peace« in Chemnitz lud das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung am 4. November 2022 anlässlich des 11. Jahrestages der Selbstenttarnung des sogenannten »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) ein. Im Fokus stand dabei die vom SMJusDEG beauftragte Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines NSU-Dokumentationszentrums in Sachsen.
Nach dem Input des Historikers Ingolf Seidel zu verschiedenen Gedenkstätten für Opfer rechtsextremer Gewalt weltweit, tauschten sich im anschließenden Workshop Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Kommunalverwaltung zu Fragen der Entwicklung eines Dokumentationszentrums in Sachsen aus. In diesem Zusammenhang wurden auch erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt.