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Erinnerungskultur

Der Begriff »Erinnerungskultur« beschreibt ganz allgemein den Umgang einer Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit. Dazu gehören alle Formen der Vergangenheit – das können direkte Hinterlassenschaften aus vergangener Zeit sein (z.B. Gebäude, Objekte, Friedhöfe oder Akten), aber auch Wissenschaft, Geschichtsunterricht, Museen, oder Medien, die sich auf unterschiedliche Phasen und Epochen der Geschichte beziehen. Als Teil unserer gegenwärtigen Erinnerungskultur verstehen wir auch Gesetze, die versuchen, vergangenes Unrecht zu beheben oder abzumildern.

Eine kritische Erinnerungskultur, die sich mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, insbesondere auch mit staatlichen Verbrechen und staatlichem Unrecht mitsamt den Folgen bis in die Gegenwart beschäftigt, trägt zur Stärkung einer verantwortungsbewussten Zivilgesellschaft bei. Sie fördert das Verständnis demokratischer Werte, wie der Rechtsstaatlichkeit. Wichtig ist, sich mit vergangenem Unrecht auseinanderzusetzen; es anzuerkennen; sich den Betroffenen solidarisch zuzuwenden; zu verstehen, wie Unrecht möglich wurde und was wir daraus im Blick auf die Zukunft lernen können.

Als Teil der gegenwärtigen Erinnerungskultur verstehen wir auch Gesetze, die versuchen, vergangenes Unrecht zu beheben oder abzumildern. 

Aufarbeitung des NSU-Komplexes

Erinnerungs- und Gedenkstätten

Feld mit Reihen kleiner Kriegsgräber: Auf jedem Grab steht ein rostbraunes Metallkreuz, die Gräber sind mit Bodendeckern bepflanzt, im Hintergrund Bäume, Sträucher und ein Holzzaun.

SED-Unrechtsbereinigungsgesetze

Blaues Paragraphenzeichen auf Kopfsteinpflaster als Symbol für Recht und Justiz.
  • 10.07.2023

    Zeitzeugen gesucht – Erinnerung an ehemalige Einrichtungen in der DDR

    Wandbild im Stil der DDR: Zwei Kinder sitzen und knien zwischen Schilf, eines hält ein Buch, das andere untersucht Pflanzen mit einer Lupe, links ein Vogel über einem Nest; ausgeführt in Beige und Hellblau auf rotem Grund.

    Der Fonds Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990 bezweckte, Betroffene bei der Aufarbeitung ihrer Heimvergangenheit und bei der Abmilderung von Folgeschäden zu unterstützen.

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