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Ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplexes

Ausstellung zum NSU-Komplex
© SMS

Die Idee zur Eröffnung eines Dokumentationszentrums reicht zurück bis 2011, kurz nach der »Selbstenttarnung« des rechtsterroristischen Netzwerkes in Zwickau. Seitdem wird die Aufarbeitung des NSU-Komplexes durch das andauernde Engagement der Angehörigen der Mordopfer und der Betroffenen sowie einer engagierten Zivilgesellschaft eingefordert und getragen. Dieses nicht nachlassende zivilgesellschaftliche Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Erinnerung an die Opfer wachgehalten und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit rechtsterroristischer Gewalt vorangebracht wurde und wird.

Ein Ort des Zuhörens und der Aufarbeitung

»Offener Prozess« knüpft an dieses Engagement an. Das Dokumentationszentrum versteht sich als Raum für Austausch, Zuhören und gemeinsames Lernen. Die Perspektiven der Betroffenen stehen dabei im Mittelpunkt.

Mit seiner Ausstellung sowie vielfältigen Vermittlungs- und Bildungsangeboten sensibilisiert das Zentrum ein breites Publikum für die Auswirkungen von Rechtsterrorismus, Rassismus und für die Erfahrungen derjenigen, die von rechter Gewalt betroffen sind.

Archiv und Transfer

Ein wichtiger Bestandteil des Dokumentationszentrums ist das Archiv. Hier werden Materialien und Wissensbestände zum NSU-Komplex gesammelt, gesichert und zugänglich gemacht.Darüber hinaus werden Dokumente und Perspektiven zur Geschichte migrantischen Lebens in Ostdeutschland aufgenommen. Das Archiv schafft damit eine wichtige Grundlage für zukünftige Forschungsansätze und eine vertiefte gesellschaftliche Auseinandersetzung.

Begegnung und Vernetzung

Neben Ausstellung und Archiv bietet das Zentrum auch Raum für Begegnungen und Austausch unterschiedlicher Gruppen. In der sogenannten »Assembly« finden u.a. niedrigschwellige künstlerische Veranstaltungen, Empowerment-Formate und Gesprächsangebote statt. Diese richten sich insbesondere an Gruppen, die häufig übersehen wurden oder im Fokus rechter Anfeindungen stehen, und sollen ihnen Raum für Vernetzung, Stärkung und gemeinsame Diskussion bieten. Dabei können schwierige und unangenehme Themen wie Rassismus und rechtsextreme Gewalt eingebracht und besprochen werden, genauso aber Visionen des friedlichen Zusammenlebens ausgetauscht oder Formate des Gedenkens und Erinnerns diskutiert und (weiter-)entwickelt werden.

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